Erster Theaterbus reist nach Rostock

Blauer Himmel, weiße Wolken, ein frischer Wind, der die Sommerwärme der vergangenen Tage noch erahnen ließ. Bestes Reisewetter für die 43 Theaterbesucher aus Graal-Müritz und Ribnitz-Damgarten, die am 18. September zur ersten Premiere des Volkstheaters Rostock mit dem Bus anreisten.

Auf Initiative unseres Vorstandsmitgliedes Liane Wiedemann war diese Theaterfahrt mit großer Unterstützung des Reisebüros „Boddensegler“ in Ribnitz-Damgarten zustande gekommen. Bereits bei Ankunft schien die Stimmung bestens, wie auf dem Foto zu sehen ist. Die Premiere fand großen Anklang und so auch die kleine Geste unseres Vereins auf der Rückfahrt. Frau Wiedemann überreichte allen eine Postkarte mit der Ansicht unseres alten Rostocker Stadttheaters.

Die Idee, Theaterbusse auf den Weg nach Rostock zu bringen, soll wieder an den Start gehen. Der Verein wünscht dem Theater und seinem Publikum eine Gute Fahrt durch die neue Spielzeit!

Statement des Vorstandes zur Kulturpolitik des Landes

Liebe Theaterfreunde!

Am 10. August lud die Ostsee-Zeitung im Vorfeld der Landtagswahl die Spitzenkandidaten der demokratischen Parteien ein.

Im Vorfeld waren Fragen der Wähler bei der OZ eingegangen. Nur wenige ausgewählte Fragen wurden im Verlaufe des zweistündigen Abends den Kandidaten gestellt. Die Dramaturgie der Veranstaltung bot den Politikern viel Zeit und Raum für ihre Statements.

So wichtig und richtig diese Veranstaltung war: Der Wähler war doch wieder vor allem der Zuhörer. Nur wenige Fragen und Zwischenrufe erreichten akustisch das Podium. So war es uns als Verein nicht möglich, Kritik an der Kulturpolitik und an der Theaterreform zu üben.

Grundlage der geplanten kurzen Anmerkung war das im Vorstand entstandene längere Statement, das wir hiermit bekannt geben. Auch in den nach dieser Veranstaltung in der OZ veröffentlichten Profilen und Zielen einzelner Parteien und Kandidaten fehlen Aussagen zur Kulturpolitik zur Gänze!

Die kulturpolitische Kompetenz tritt nicht in Erscheinung!

Statement zur Kulturpolitik des Landes

Mitgliederbrief August

Liebe Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock, sehr geehrte Damen und Herren!

Die Julipause ist vorbei; der Vorstand hat sich vor wenigen Tagen zu seiner August-Sitzung getroffen.

So durchwachsen das Wetter sich am Himmel dieser Tage präsentiert, so hält auch dieser Brief unterschiedliche Nachrichten für Sie bereit.

Der Rückblick: Im Juni wurde die fristlose Kündigung des Intendanten ausgesprochen. Herr Latchinian verließ daraufhin umgehend das Theater und die Stadt. Inzwischen haben sich viele Mitglieder des Vereins mit einem Brief, mit Worten des Dankes an ihn gewandt. Alle Ihre Briefe sind inzwischen als Päckchen an den Intendanten geschickt worden. Ob die Gründe, die zur fristlosen Kündigung führten, sich als relevant erweisen, wird nun das Landgericht zu klären haben. Herr Latchinian wird durch Herrn  Dr. Gregor Guysi vertreten. Eine kurze Ära ist zu Ende gegangen. Was verheißungsvoll mit Theaterspektakel, vielen Premieren und einer unerwarteten großen künstlerischen Intensität begann, nahm schnell einen Verlauf, den die Beteiligten  allesamt zu verantworten haben, nicht aber das Publikum. Möge es, sturmerprobt wie es inzwischen ist, dem Theater weiter die Treue halten!

Am 16. Juni fand das Bürgerforum zum sog. Hybridmodell statt. Allen, die kamen, um zuzuhören und Fragen zu stellen, herzlichen Dank! Im Nachgang der Veranstaltung ist sich der Vorstand einig darin, dass das  vorgestellte Konzept nicht überzeugt. Wir erhielten während und nach der Veranstaltung im Rathaus keinerlei Antwort auf unsere Fragen. Wir setzen uns unverändert für die Erhaltung der vier Sparten ein. Der Vorstand  war nicht willens, der Argumentation seitens Frau Dr. Bachmanns Folge zu leisten, und bot ein Gespräch zum Austausch der Argumente an. Dieses Gespräch lehnte Frau Dr. Bachmann ab und erklärte stattdessen ihren sofortigen Austritt aus dem Beirat unseres Vereins. Daraufhin bedankte sich der Vorstand für die bisherige geleistete Arbeit als Beiratsmitglied mittels einer Mail.

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Der Theaterförderverein trauert um Prof. Dr. Maeß

Am 25. Juni 2016 verstarb im Alter von 78 Jahren unser Ehrenmitglied Professor Gerhard Maeß.

Als Gründungsmitglied des Theaterfördervereins engagierte er sich 25  Jahre lang selbstlos und humorvoll, optimistisch und mit der unverkennbaren aufrechten Haltung des kulturell gebildeten Akademikers und Universitätsrektors für die Entwicklung des Volkstheaters, der größten und ältesten Kunstinstitution der Stadt.

Wir verneigen uns in großer Dankbarkeit vor  Professor Gerhard Maeß. Sein ehrenamtliches Engagement wird in der Geschichte unseres Vereins unvergessen bleiben.

Mitgliederbrief Juni

Liebe Vereinsmitglieder! Sehr geehrte Damen und Herren!

Sie haben von den Juni-Ereignissen am Volkstheater aus der Presse erfahren. Der Intendant Sewan Latchinian ist fristlos entlassen worden. Die Stadt hat wieder einmal einen Intendanten verschlissen. Die Gründe, so hört und liest man, sollen in seiner Unbeliebtheit im Theater selbst und gleichermaßen in seiner Illoyalität gegenüber dem Gesellschafter gelegen haben. Nun wird ein Gericht zu klären haben, was es mit dem Letztgenannten auf sich hat. Zum Binnenverhältnis eines Leiters zu seiner Belegschaft wird der Verein sich nicht äußern, wie auch, da wir als Publikum die innere Lage nicht seriös beurteilen können und es uns als Verein daher nicht zusteht, die Qualität von Leitungstätigkeit in der Öffentlichkeit zu beurteilen. Das hat der Verein bei den Vorgängern nicht getan; das wird der Verein auch beim Nachfolger Herrn Kümmritz nicht in Erwägung ziehen.

Daher bezog der Vorstand in seinem Statement Stellung zum Output des Theaters unter der Intendanz von Herrn Latchinian. Daher bezog der Vorstand in seinem Statement Stellung zur Wirkung dieser Entscheidung, die derzeit erlebbar wird. Viele der Vereinsmitglieder haben ihr Unverständnis und ihren Unmut angesichts der Entscheidung dem Vorstand mitgeteilt.

Die Emotionen schlagen hohe Wellen. Viele Mails und einige Anrufe haben den Vorstand und mich persönlich als Vorsitzende erreicht. Ihnen, die den Vorstand angeschrieben und angerufen haben, erst einmal herzlichen Dank für Zuspruch und Kritik! Sie äußerten sich positiv zum Statement des Vorstandes.

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Statement des Vereins zur fristlosen Kündigung des Volkstheater-Intendanten Sewan Latchinian

Als Sewan Latchinian, der von den Stadtoberen erwählte Intendant, nach Rostock kam, erwarteten Politik, Verwaltung sowie auch das Publikum neuen Schwung für das von vielen als lethargisch wahrgenommene Vier-Sparten-Volkstheater. Der Theatermann machte sich an die Arbeit und versetzte mit seiner Energie und Leidenschaft die Rostocker in Erstaunen.

In nur zwei Jahren kamen zustande: zwei bemerkenswerte Theaterspektakel, mehrere Uraufführungen, darunter ein Text von Uwe Johnson. Gespielt wurde in der Brauerei und im Bunker, im Zoo und auf der Hohen Düne. In der Kleinen Komödie gelang die Sommerbespielung. Die Theaterkantine lud nach Vorstellungsende die Zuschauer zu Gespräch und Wein. Ein neues Format, der „Denkraum“, ging an den Start. Und so auch die Bürgerbühne und das Puppenspiel. Bis heute fährt die blaue Theaterstraßenbahn durch Rostock und kündet von dem Potenzial und Aufbruch des Volkstheaters unter dem Intendanten Sewan Latchinian. Zwei und oftmals drei Vorstellungen täglich sorgten dafür, dass das Theater vom Stadtvolk wieder wahrgenommen wurde. Wer versucht, dem Intendanten und dem Ensemble künstlerisches Versagen vorzuwerfen, sollte gut argumentieren können.

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Mitgliederbrief Mai

Liebe Mitglieder des Theaterfördervereins, sehr geehrte Damen und Herren!

Alles neu macht der Mai…? Blühende Landschaften vor den Toren der Stadt, doch in Rostock grünt trotz sommerlicher Wärme in Sachen Kultur und Bürgerbeteiligung nur wenig Erfreuliches.

Die Bürgerschaft hatte Bürgerbeteiligung gefordert und beschlossen. Sie hätte einsetzen müssen vor dem Beschluss zum Hybridmodell. Nun findet wenigstens eine Bürgerbefragung zum bereits beschlossenen Modell statt. Auf der Internetseite des Rathauses können Sie den Text nachlesen und Ihre Anmerkungen, Ihre Fragen, Ihre Ideen an die Stadtverwaltung senden. Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit unbedingt Gebrauch! Beschlossen wurde, das Modell auch mit uns, dem Verein, zu besprechen, ggf. in einzelnen Aspekten weiter zu entwickeln. Also nutzen Sie Ihre Stimme als Vereinsmitglied und Teil des Rostocker Theaterpublikums und formulieren Sie Ihre Gedanken zum Konzept! Im Juni soll es dazu ein Bürgerforum geben. Auf diesem werden Ihre Einsendungen zusammengefasst und darüber diskutiert, wie es nun weiter gehen soll. Sobald der Termin bekannt ist, wird der Vorstand Sie informieren. Die Adresse, unter der Sie das Konzept nachlesen und kommentieren können, finden Sie nochmals hier:

„Online-Bürgerbeteiligung zum „Hybrid-Modell“ bis zum 25. Mai“

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Online-Bürgerbeteiligung zum „Hybrid-Modell“ bis zum 25. Mai

Weiter unten finden Sie den Link zur Presseerklärung der Stadt zur geplanten Neustrukturierung des Volkstheaters Rostock –  Hybrid-Modell.

Bis Ende des Monats können Sie dort das Konzept lesen und Ihre Meinung kundtun!

Bitte teilen Sie diese Information auch mit Ihren Freunden, Bekannten und anderen Zeitgenossen, mit denen Sie im  Kontakt stehen.

Mit der Veröffentlichung ist eine Forderung des Vereins erfüllt worden. Nun ist es an uns, den Text zu lesen und Fragen zu stellen.
Bitte werden Sie aktiv! Im Juni wird es eine öffentliche Veranstaltung zum Konzept geben, auch das war eine Forderung seitens der Theaterfreunde.
So beginnt ein Prozess, endlich, an dem die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mittels Information und Anhörung beteiligt werden. Das ist gut, das ist notwendig! Die Zukunft des Theaters geht uns alle an; wir sind das Publikum!

Im Namen des Vorstandes
Antje Jonas

Mitgliederbrief April

Sehr geehrte Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock!

Der April-Brief erreicht Sie bei wechselhaftem Wetter, passend zur Lage, die weiter geprägt ist von einem ungemütlichen Kulturklima in der Stadt.

Die guten Nachrichten zuerst:

Die Theaterleitung ist wieder an Bord. Die Planungen für die nächste Spielzeit kommen voran. Es gab eine große Premiere- Goethes Jugendtext über „Die Leiden des jungen Werther“ wurden  sehr eindrücklich mit neueren Texten und Takten kombiniert. Für letztere legte sich die Punkband Feine Sahne Fischfilet kräftig ins Zeug. Viele junge Leute waren im Großen Saal zu sehen, möge es so bleiben!

Am 31. März fand unter großer Beteiligung unsere diesjährige Mitglieder- und Wahlversammlung statt. Herzlichen Dank an Sie alle, die gekommen waren und sich zu Wort gemeldet haben. Es ist gelungen, mit insgesamt sehr guten Abstimmungsergebnissen unsere Vereinssatzung etwas zu verkürzen und zu modernisieren. Nun muss der Text noch juristisch begutachtet und anerkannt werden. Dann wird er auf unserer Internetseite erscheinen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Am 12. April fuhren Frau Pepper und Frau Jonas nach Bad Doberan und überreichten Herrn Prof. Maeß die Ehrenurkunde, die Laudatio und einen Blumenstrauß. Prof. Maeß hat sich sehr gefreut und lässt Sie alle herzlich grüßen! Auf diesem Wege wünscht der Verein unserem neuen Ehrenmitglied weiterhin alles erdenklich Gute auf dem Wege der Erholung.

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