Mitgliederbrief Mai

Liebe Mitglieder des Theaterfördervereins, sehr geehrte Damen und Herren!

Alles neu macht der Mai…? Blühende Landschaften vor den Toren der Stadt, doch in Rostock grünt trotz sommerlicher Wärme in Sachen Kultur und Bürgerbeteiligung nur wenig Erfreuliches.

Die Bürgerschaft hatte Bürgerbeteiligung gefordert und beschlossen. Sie hätte einsetzen müssen vor dem Beschluss zum Hybridmodell. Nun findet wenigstens eine Bürgerbefragung zum bereits beschlossenen Modell statt. Auf der Internetseite des Rathauses können Sie den Text nachlesen und Ihre Anmerkungen, Ihre Fragen, Ihre Ideen an die Stadtverwaltung senden. Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit unbedingt Gebrauch! Beschlossen wurde, das Modell auch mit uns, dem Verein, zu besprechen, ggf. in einzelnen Aspekten weiter zu entwickeln. Also nutzen Sie Ihre Stimme als Vereinsmitglied und Teil des Rostocker Theaterpublikums und formulieren Sie Ihre Gedanken zum Konzept! Im Juni soll es dazu ein Bürgerforum geben. Auf diesem werden Ihre Einsendungen zusammengefasst und darüber diskutiert, wie es nun weiter gehen soll. Sobald der Termin bekannt ist, wird der Vorstand Sie informieren. Die Adresse, unter der Sie das Konzept nachlesen und kommentieren können, finden Sie nochmals hier:

„Online-Bürgerbeteiligung zum „Hybrid-Modell“ bis zum 25. Mai“

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Online-Bürgerbeteiligung zum „Hybrid-Modell“ bis zum 25. Mai

Weiter unten finden Sie den Link zur Presseerklärung der Stadt zur geplanten Neustrukturierung des Volkstheaters Rostock –  Hybrid-Modell.

Bis Ende des Monats können Sie dort das Konzept lesen und Ihre Meinung kundtun!

Bitte teilen Sie diese Information auch mit Ihren Freunden, Bekannten und anderen Zeitgenossen, mit denen Sie im  Kontakt stehen.

Mit der Veröffentlichung ist eine Forderung des Vereins erfüllt worden. Nun ist es an uns, den Text zu lesen und Fragen zu stellen.
Bitte werden Sie aktiv! Im Juni wird es eine öffentliche Veranstaltung zum Konzept geben, auch das war eine Forderung seitens der Theaterfreunde.
So beginnt ein Prozess, endlich, an dem die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mittels Information und Anhörung beteiligt werden. Das ist gut, das ist notwendig! Die Zukunft des Theaters geht uns alle an; wir sind das Publikum!

Im Namen des Vorstandes
Antje Jonas

Link zum Hybridmodell

 

Mitgliederbrief April

Sehr geehrte Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock!

Der April-Brief erreicht Sie bei wechselhaftem Wetter, passend zur Lage, die weiter geprägt ist von einem ungemütlichen Kulturklima in der Stadt.

Die guten Nachrichten zuerst:

Die Theaterleitung ist wieder an Bord. Die Planungen für die nächste Spielzeit kommen voran. Es gab eine große Premiere- Goethes Jugendtext über „Die Leiden des jungen Werther“ wurden  sehr eindrücklich mit neueren Texten und Takten kombiniert. Für letztere legte sich die Punkband Feine Sahne Fischfilet kräftig ins Zeug. Viele junge Leute waren im Großen Saal zu sehen, möge es so bleiben!

Am 31. März fand unter großer Beteiligung unsere diesjährige Mitglieder- und Wahlversammlung statt. Herzlichen Dank an Sie alle, die gekommen waren und sich zu Wort gemeldet haben. Es ist gelungen, mit insgesamt sehr guten Abstimmungsergebnissen unsere Vereinssatzung etwas zu verkürzen und zu modernisieren. Nun muss der Text noch juristisch begutachtet und anerkannt werden. Dann wird er auf unserer Internetseite erscheinen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Am 12. April fuhren Frau Pepper und Frau Jonas nach Bad Doberan und überreichten Herrn Prof. Maeß die Ehrenurkunde, die Laudatio und einen Blumenstrauß. Prof. Maeß hat sich sehr gefreut und lässt Sie alle herzlich grüßen! Auf diesem Wege wünscht der Verein unserem neuen Ehrenmitglied weiterhin alles erdenklich Gute auf dem Wege der Erholung.

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Festrede anlässlich des 25. Jubiläums des Theaterfördervereins

Der 8. Februar 1991 war zweifellos ein ganz besonderer Tag. Die Historie dieses Tages vermerkt internationale Ereignisse, so etwa ein Experiment mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Japan oder die Verlegung eines Bundeswehrgeschwaders in die Türkei. Doch weitaus wichtiger scheint, was am 8. Februar 1991 sich zutrug in einer mittelgroßen Stadt, nur wenige Kilometer von der Ostsee entfernt. Rostocker Bürger gründeten sich zur Ehre und dem Theater zum Wohlgefallen einen Verein, unseren Verein! Das Datum war weise gewählt. Berühmte Geburtstagskinder wie der Schauspieler Manfred Krug oder die Maler Paula Modersohn-Becker und Franz Marc feierten und feiern mit uns! Die Geburt des Theaterfördervereins aus dem Geist des kunstsinnigen Ehrenamtes stand durchaus unter einem guten Stern, sie vollzog sich im Zeichen des Wassermannes! Alle Wassermänner aber gelten als sehr unternehmungslustig und kontaktfreudig, sie haben eine idealistische Ader und lieben ihre Unabhängigkeit. Sie agieren erfinderisch, wenn es darum geht, Ziele zu erreichen, die wichtig und richtig erscheinen.

Lieber Theaterförderverein! Du feierst heute deinen 25. Geburtstag. Den Kinderschuhen bist du damit entwachsen. Mit 25 Jahren giltst du als ein erwachsener Verein, und zugleich bist du jung, entschlossen und tatkräftig genug, das Leben in großen Schritten auszumessen, das Theaterleben, das Vereinsleben.

Das hast du getan, so hältst du es bis heute. Dafür haben die Gründungsmitglieder gesorgt und nach diesen sehr viele Rostockerinnen und Rostocker und sogar  manch einer, der aus der Ferne seine Unterstützung anbot. Du kannst stolz sein auf deine Mitglieder!

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Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Herrn Professor Dr. Gerhard Maeß

Angesichts der nun schon Jahre andauernden politisch verursachten Theaterkrise in Rostock braucht es in unserer alten Theaterstadt unverändert einen starken Verein, der die Ansprüche an Bildung und Kunst verteidigt und sie zeitgemäß fordert und formuliert.

Sehr geehrter Herr Professor!

Vor nunmehr 25 Jahren haben Sie unseren Verein der Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock mit aus der Taufe gehoben. Vom ersten Tag an bis zum heutigen 31. März des Jahres 2016 galt Ihr großes Engagement als Mitglied des Vereins und als langjähriges Vorstands- und Beiratsmitglied dem Werden und Wachsen des Theaterfördervereins. Ihrer bürgerschaftlich- demokratischen Gesinnung, Ihrem Kommunikationstalent, Ihrer unerschütterlichen Zuversicht haben wir alle es zu verdanken, dass sich unser Verein im Laufe der Jahre sehr wohl zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Stadt entwickeln konnte. Im kulturpolitischen Raum unserer Kommune ist der Theaterförderverein dank Ihres unermüdlichen und jahrelangen Wirkens zu einem Ansprechpartner geworden, den man kennt und dessen Engagement viele Bürgerinnen und Bürger schätzen. Unser ehrenamtlich arbeitende Verein an der Seite des Theaters wird beachtet, geachtet und sogar gefragt, wenn es um strategische Linien geht, die in die Zukunft weisen. Ohne Sie, Ihre Ideen und nicht zuletzt Ihren unverwechselbaren Humor, ohne Ihr wohltuendes, motivierendes festes Vertrauen auf eine produktive Zeit nach der Theaterkrise, ohne die vielen Stunden Ihrer ehrenamtlichen Arbeit stünde der Verein nicht da, wo er heute steht.

Wir möchten uns bei Ihnen für Ihre große Leistung zum Wohle des Vereins und des Volkstheaters Rostock mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in unserem Theaterförderverein bedanken!

Auf dem Wege Ihrer weiteren Genesung begleiten wir Sie alle mit unseren besten Wünschen. Bleiben Sie uns auch künftig so verbunden wie bisher.

(Die Ehrenmitgliedschaft wurde auf der Mitgliederversammlung am 31.3.2016 beschlossen )

Schreiben des Vorstandes an den Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft und dessen Antwort zum Thema Bürgerbeteiligung

Sehr geehrter Herr Präsident der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock!
Sehr geehrter Herr Dr. Nitzsche!

Im Namen des Vorstandes des Theaterfördervereins wende ich mich an Sie in folgender Angelegenheit:

Seit einigen Tagen liegt das Konzept des Kaufmännischen Geschäftsführers
des Theaters zum strukturellen und inhaltlichen Umbau des Volkstheaters
Rostock vor.
Im Rahmen der Zielvereinbarung war unseres Wissens eine
Bürgerbeteiligung geplant.
Auf der letzten Bürgerschaftssitzung Anfang März, so unser
Kenntnisstand, sollte noch einmal über die Bürgerbeteiligung angesichts
des vorliegenden Konzeptes gesprochen werden.
Leider konnten wir der Presse nicht entnehmen, was die Bürgerschaft in
diesem Punkt konkret beschlossen hat und ggf. bereits im Begriffe ist
umzusetzen.

Der Verein erwartet vom Rostocker Stadtparlament eine zeitnahe Reaktion
auf die auf der Demonstration Ende Februar formulierte Bitte oder
Forderung, für die Veröffentlichung des Konzeptes zu sorgen.
Es wurde auf dem Bürgerinformationssystem der Hansestadt zwar
veröffentlicht, wird aber von vielen Bürgerinnen und Bürgern dort nicht
gefunden! Auch ein Bürgerforum stellt sich uns als unabweisbar dar.
Die Chancen und Risiken eines Umbaukonzeptes müssen mit dem Rostocker
Theaterpublikum und allen an der kulturellen Entwicklung dieser Stadt
Interessierten besprochen werden.

Wir bedanken uns für Ihre Rückmeldung zum Stand der Dinge vorab sehr
herzlich.

Hochachtungsvoll

Im Namen des Vorstandes der Freunde und Förderer Volkstheater Rostock e.V.
Antje Jonas

Antwortschreiben des Präsidenten Dr. Nitzsche

Antwort des Bürgerschaftspräsidenten.pdf

Benefiz-Gala „Migration ist eine Chance“ am 25.3.2016

Am 25.3.2016 (Karfreitag), 16.00 Uhr veranstaltet die Kulturstiftung Rostock e.V. im Volkstheater Rostock gemeinsam mit dem Volkstheater, dem Migrantenrat u.a. Partnern eine Benefiz-Gala unter dem Motto „Migration ist eine Chance“.

Hier finden Sie das Programm und das offizielle Plakat zum Download und zur Weitergabe an alle Interessierten.

Einladung und Programm

Plakat

Mitgliederbrief März

Liebe Freunde und Förderer des Volkstheaters Rostock, sehr geehrte Damen und Herren!

Der März ist da, der Frühling hingegen will sich nicht so recht einstellen… Kein Wunder, wo auch im Theater derzeit nichts darauf hinweist, dass die Dinge voller Kraft sich zum Guten entwickeln würden.

Dieser Tage sind sowohl der Intendant als auch der Kaufmännische Geschäftsführer nicht im Haus. Der Verein hat damit keinen entscheidungsbefugten Ansprechpartner im Theater. Das ist schade, denn wir haben zwei neue Projekte, die wir gern schon mit der Theaterleitung besprochen hätten. Zum einen ist dies die Etablierung eines Zuschauerpreises für die beliebteste Inszenierung einer Spielzeit. Zum anderen wollten wir gern gemeinsam mit der OZ und dem Volkstheater eine gemeinsame Veranstaltung für Flüchtlinge organisieren. Beide Ideen liegen nun brach, wir müssen warten.

Sie waren ggf. selbst auf der Demonstration Ende Februar. Der Verein hat sich in seinem Redebeitrag an die Bürgerschaft gewandt, die Bürgerbeteiligung zu organisieren, die vom Stadtparlament beschlossen worden war. Sowohl die Veröffentlichung des Konzeptes zum inhaltlichen und strukturellen Umbau des Theaters als auch ein Bürgerforum waren geplant. Da die Veröffentlichung des Konzeptes auf dem Bürgerinformationssystem der Stadt kaum zu finden war, haben wir es auf unserer Vereinsseite allen interessierten Lesern zugänglich gemacht. In den nächsten Tagen erfolgt eine Anfrage seitens des Vorstandes an die Bürgerschaft, inwieweit die Bürgerbeteiligung in Planung oder Realisierung begriffen ist.

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Zwischenruf!

Die Debatte um das Volkstheater Rostock wird weitergehen. Auch nach dem Gesellschafterbeschluss und dem nun vorliegenden Konzept wird die Debatte weitergehen.

Das Misstrauen gegenüber dem Gesellschafter, gegenüber der kulturpolitischen Kompetenz von vielen Mitgliedern der Bürgerschaft und der erpresserischen Landestheaterpolitik ist zu groß geworden.

Sehr viele Rostockerinnen und Rostocker argumentieren seit Jahren, dass ein starkes Stadttheater für das kulturelle Niveau der Stadt und gleichermaßen die kulturelle Ausstrahlung der Stadt unverzichtbar ist. Unablässig haben Rostocker und Rostockerinnen daher versucht, dieser Erkenntnis Ausdruck zu verleihen. Der Eindruck drängt sich auf, dass diesem Engagement letztlich kein Erfolg beschieden war.

Rostock hat seit der Wende seine kulturelle Identität nicht gefunden! Der Theaterförderverein erwartet dieser Tage von der Bürgerschaft, dass der nun einsetzende Prozess der Kommunikation und Argumentation des vorliegenden Konzeptes bürgernah erfolgt. Ein Bürgerforum ist unabweisbar. Das Rostocker Theaterpublikum hat Fragen zu den Chancen und Risiken des im Konzept dargelegten Vorgehens zum strukturellen und inhaltlichen Umbau des Volkstheaters. Es erwartet nach seinem großen bürgerschaftlichen Engagement  zugunsten eines Vier-Sparten-Hauses überzeugende Argumente seitens der Kommunalpolitiker, des Gesellschafters und des Geschäftsführers des Volkstheaters.

Der Intendant hat mehrfach öffentlich seine Kritik an dem Konzept formuliert. Dies geschah zuletzt auf der Theaterdemonstration am 27. Februar.

Es steht einiges auf dem Spiel. Die Ansichten und Argumente des Theaterpublikums anzuhören und in den Gesamtprozess der politisch erzwungenen Umstrukturierung des Volkstheaters Rostock einzubeziehen ist unumgänglich geworden, um der Demokratie gefährdenden weiteren Entfremdung zwischen dem  politischen Raum und der Stadtgesellschaft zu begegnen.

Antje Jonas
Vorsitzende der „Freunde und Förderer Volkstheater Rostock e.V.“