Endlich war es wieder soweit! Am Sonntag, dem 9. November 2025 war wieder „Nach-Spiel-Zeit“: Das erste Nach-Spiel in der neuen Theatersaison stand an. Diesmal konnten die Zuschauer*innen das Drama „Die Ratten“ von Gerhard Hauptmann sehen – und anschließend trafen sich die Mitglieder des Theaterfördervereins in gewohnter Weise bei Buffet und Getränken im Kleinen Foyer des Volkstheaters zum Austausch.
Die Anwesenden waren sich einig, dass es sich bei dieser Produktion um ein Schauspiel handelte, das richtig unter die Haut ging. Der Stolz auf die großartige Leistung des Ensembles war deutlich zu spüren. Wie immer konnten wir auf der kleinen Bühne Schauspielerinnen und Schauspieler aus der Produktion begrüßen: Katrin Heller, die die tragische Rolle der Frau John spielte und Frank Buchwald, der ihren Mann, einen Maurerpolier verkörperte; Joshua Walton als Möchtegern-Schauspieler Erich Spitta; Malin Steitz in der Rolle des Dienstmädchens Pauline Piperkarcka; Katharina Paul, die die drogenabhängige Sidonie Knobbe spielte und Sebastian Degenhardt in den Rollen als Hausmeister und Schutzmann.
Im Gespräch mit Nils Pille und Bernd Umbach verrieten die Protagonisten, dass sie nach einer solch emotionalen Aufführung erst einmal etwas Zeit brauchen, um wieder im normalen Leben anzukommen: ob bei einer Zigarette, einem Glas Wein oder einfach, indem man sich schnell schlafen legt. Das Theaterstück von Gerhard Hauptmann zählt zum Naturalismus und setzt sich explizit vom klassischen Drama ab; bei der Inszenierung wurde der Naturalismus allerdings in eine neue Kunstform gegossen. Der Dialekt in der Sprache – eine Mischung aus Berlinerisch und Schlesisch – wurde übernommen, sodass die Tragik der Figuren in ihrem sozialen Milieu auch über die Sprache deutlich zu spüren war. Allerdings spielte das Stück auf einer offenen Bühne; die Schauspieler*innen waren fast immer auf der Bühne, auch wenn sie nicht im Vordergrund standen. Aber auch diejenigen im Hintergrund begleiteten das Stück durch Gesten, das Weinen des Babys oder Schritte im Haus. Das Bühnenbild, die eingesetzte Musik und die herausragenden Leistungen des Schauspielensembles machten die Aufführung zu einem „Gesamtkunstwerk“.
Der Abend klang dann wie immer in Einzelgesprächen mit den Schauspieler*innen und den Vereinsmitgliedern untereinander aus. Wer auch beim nächsten Mal wieder dabei sein möchte, kann sich schon auf das nächste Nach-Spiel freuen: Es findet am 11. Januar 2026 im Anschluss an die Aufführung „Schwanensee“ mit dem Tanzensemble statt.
Unser herzlicher Dank geht an die Crew des Volkstheaters für die umsichtige Unterstützung, und insbesondere an das neue Team der Theater-Bar mit Zen und seinen Kollegen, die uns mit einem orientalischen Buffet verwöhnten.
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Text: Bernd Umbach / Fotos: Fedor Jokisch
