Obwohl die Versammlung am 1. April stattfand, handelte es sich bei den vielen erfreulichen Entwicklungen, über die der Vorstand berichten konnte, nicht um einen April-Scherz. Tatsächlich befindet sich unser Verein in gutem Zustand und auf so vielversprechendem Weg, dass es keinesfalls vermessen erschien, bei der Mitgliederzahl die 400 als Ziel für das laufende Jahr ins Visier zu nehmen. Aber der Reihe nach:
Das Volkstheater hatte freundlicherweise das Ateliertheater zur Verfügung gestellt, wo sich pünktlich 45 Vereinsmitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Jahres 2025 einfanden. Eröffnet und geleitet wurde die Versammlung von unserer Vorsitzenden Frau Dr. Doris Geiersberger, die diese Aufgabe wie gewohnt souverän und exzellent vorbereitet absolvierte.



Im Anschluss an ihre Eröffnung sprach der geschäftsführende Dramaturg Stephan Knies, in Vertretung des auf Dienstreise befindlichen Intendanten, um ein Grußwort des Volkstheaters auszusprechen. In seiner Rede würdigte er das Wirken des Fördervereins im Eintreten für die Akzeptanz des Volkstheaters in der Stadtgesellschaft. Dabei bescheinigte er uns, dass der Erfolg dieser Arbeit von ihm und dem ganzen Team des Volkstheaters im Alltag wahrgenommen wird. Viel stärker als noch vor einigen Jahren fühle man sich in der Stadt willkommen und anerkannt.




Sodann folgte mit dem Bericht des Vorstands über die im Jahr 2024 realisierten Aktivitäten das erste ’Schwergewicht‘ der Tagesordnung. Die Fülle dieser Aktivitäten kann an dieser Stelle nicht vollständig wiedergegeben werden – es war einfach zu viel los! Beispielhaft seien genannt: (Kultur-)politische Engagements, insbesondere im Rahmen des DAKU (Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland e. V.), das Einwerben von Spenden, hier sind als Spender vor allem die OSPA und die OSPA-Stiftung zu nennen, aber auch diverse private Spender. Mit diesen Geldern konnte die Arbeit des Volkstheaters wirkungsvoll unterstützt werden: u.a. Stipendien für HMT-Studierende, die neben ihrem Studium im Ensemble des Volkstheaters mitwirken, Deckung von Sonderausgaben für bestimmte Produktionen („Zauberflöte reloaded“, „Steppenwolf“) und Manches mehr. Ähnlich wichtig wie diese Förder-Projekte waren und bleiben die diversen Veranstaltungen für Vereinsmitglieder (Stammtisch, Nach-Spiel, Probenbesuch, …), insbesondere, wenn sie so konzipiert sind, dass sie die Begegnung und den Austausch von Theater-Schaffenden und Theaterfreunden ermöglichen.
Nun war es Zeit für eine Erholungspause für die Vorsitzende und unser langjähriger Schatzmeister Hartmut Jaster übernahm das Rednerpult zum obligatorischen Finanzbericht. Auch der Schatzmeister zeigte sich bestens vorbereitet und präsentierte das Zahlenwerk in verständlicher und gut gegliederter Form, wobei er geschickt Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen wusste. Wesentliche Botschaft: Der Verein steht in finanziell geordneten Verhältnissen da, erwirtschaftete 2024 einen maßvollen Überschuss, was insofern gesund ist, als die Gewinnerzielung nicht satzungsgemäßer Zweck des Vereins ist. Neu für den Schatzmeister ist, dass er bei mehr Mitgliedern die Zahlung des Mitgliedsbeitrages anmahnen muss; selbst am Ende des ersten Quartals gab es noch säumige Mitglieder. Anlass für einen eindringlichen Appell an alle Mitglieder, dem Verein eine Einzugsermächtigung für den Mitgliedsbeitrag zu erteilen. Neben den Geldbeträgen berichtete der Schatzmeister auch über die Entwicklung der Mitgliederzahl; und auch dieser Teil der Berichte fiel erfreulich aus. Das gute Ergebnis des Jahres 2023 mit 71 Vereinsbeitritten konnte im abgelaufenen Jahr 2024 mit 88 Neumitgliedern nochmals gesteigert werden. Ende 2024 hatten wir 313 Mitglieder; am Tage der Versammlung waren es bereits 327!


Wie es sich gehört, wurde die Buchhaltung des Schatzmeisters durch die gewählten Kassenprüferinnen Uschi Dittmann und Gabriele Friesecke geprüft. Deren Bericht trug Gabriele Friesecke vor. Das Ergebnis der Prüfung lautete: alle erforderlichen Belege waren vorhanden und korrekt gebucht. Es ergaben sich keine Hinweise auf irgendwelche Unklarheiten oder gar Unregelmäßigkeiten.
Anschließend wurden Uschi Dittmann und Gabriele Friesecke für ein weiteres Jahr als Kassenprüferinnen – einstimmig – wiedergewählt.

Anschließend lenkte die Vorsitzende den Blick auf die Aktivitäten und Projekte des Jahres 2025. Da bereits ein Viertel des Jahres hinter uns liegt, enthielt dieser Tagesordnungspunkt sowohl Rück- wie auch Ausblicke. Neben vielem Bewährtem, das im Jahr 2025 fortgeführt wird, gab und gibt es auch ein paar Neuerungen. So wurde erstmals seit der Corona-Pandemie wieder eine Theaterreise per Bus und mit Übernachtung realisiert, die nach Lüneburg führte (zum ausführlichen Bericht hier klicken). Zum Stammtisch Mai (22.05. !) wird es für unsere Mitglieder eine „Katakombenführung“ geben; eine Führung, die anschaulich macht, unter welchen miserablen Bedingungen das Volkstheater seine Produktionen erarbeiten muss, und wie dringend der Neubau nötig ist, um geordnete Arbeitsbedingungen zu erhalten. Wenn es gut geht, werden wir noch Ende diesen Jahres die Grundsteinlegung des Neubaus erleben und gemeinsam feiern.

Nach diesen ausführlichen Berichten folgte der vereinsgesetzlich vorgeschriebene Tagesordnungspunkt „Entlastung des Vorstands“. Auf Antrag aus der Mitgliederversammlung wurde dem Vorstand einstimmig – bei drei Enthaltungen (durch sich vornehm zurückhaltende Vorstandsmitglieder) – Entlastung erteilt.
Scheinbar waren die Vereinsmitglieder mit allem Gehörten und Erlebten rundum zufrieden, so dass der Tagesordnungspunkt „Sonstiges / Aussprache“ wenig Zeit beanspruchte und die Vorsitzende und Versammlungsleiterin Frau Dr. Doris Geiersberger die Versammlung offiziell schließen und sich bei den Erschienen für ihre Aufmerksamkeit bedanken konnte. Es folgte noch das zum guten Brauch gewordene gemütliche Beisammensein in der VolXkantine.

Text + Fotos: Fedor Jokisch

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